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Wie reagiert der Vorarlberger Arbeitsmarkt auf den Corona-Schock?

Wie reagiert der Vorarlberger Arbeitsmarkt auf den Corona-Schock?

Umfassende Anfrage an den zuständigen Landesrat Marco Tittler eingebracht

Die Corona-Epidemie und der damit verbundene „Lockdown“ der Weltwirtschaft hat den Vorarlberger Arbeitsmarkt hart getroffen. „Mit Ende August waren in Vorarlberg 12.909 Personen arbeitslos vorgemerkt. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Anstieg von 39,9 Prozent. Immerhin reduzierte sich diese Zahl im Vergleich zum Corona-Höchststand im April 2020 (17.928) um 28 Prozent oder 5.019 Personen. Die Arbeitslosenquote in Vorarlberg lag im August 2020 bei 7,2 Prozent – Vorarlberg lag damit im Bundesländervergleich an der vierten Stelle“, berichtet VP-Arbeitsmarktsprecher Harald Witwer. Die aktuellen Reisewarnungen von Ländern wie Belgien und Deutschland sorgen für zusätzliche Verunsicherung: „Der Tourismus schafft Arbeit für rund 10 % all jener Menschen, die derzeit bei uns unselbstständig beschäftigt sind. Eine erfolgreiche Wintersaison - auch unter Corona-Bedingungen -wäre daher enorm wichtig, auch für die Beschäftigungssituation im Land. Ich unterstütze daher das Maßnahmenpaket, das derzeit in Abstimmung mit Branchenvertretern unter dem Titel „WinterkodexV“ erarbeitet wird und ein möglichst sicheres Urlaubserlebnis in Vorarlberg ermöglichen soll“, führt VP-Wirtschaftssprecherin Monika Vonier aus. Beide Abgeordnete haben nun eine umfangreiche Landtagsanfrage an Landesrat Marco Tittler gerichtet, in der sie die zahlreichen Maßnahmen der Landesregierung zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit thematisieren.   

Jetzt in junge Menschen investieren

Neben dem im Juni präsentierten Impulsprogramm zu Konjunkturbelebung sind es vor allem die Programme im Bereich der Jugendbeschäftigung und Lehrausbildung, die im Zentrum der Anfrage stehen: „Wir müssen jungen Menschen auch in der Wirtschaftskrise eine Perspektive geben. Umso wichtiger ist es, dass entsprechend Lehrstellen zu Verfügung stehen und Jugendliche mit Bildungsdefiziten an eine Lehrausbildung herangeführt werden. Alle jetzt gesetzten Maßnahmen werden uns in der Phase der Konjunkturerholung zu Gute kommen, weil unsere Region dann auf die Fachkräfte zurückgreifen kann, die dann besonders gefragt sind“, gibt Landtagsvizepräsidentin Monika Vonier zu bedenken.

Für Arbeitsmarktsprecher Harald Witwer sind zudem die aktuell rund 30.000 Menschen in Kurzarbeit eine massive Herausforderung: „Kurzarbeit darf in gesunden Volkswirtschaften zu keiner Dauereinrichtung werden, auch weil sie zu Wettbewerbsverzerrungen am Markt führt. Umso wichtiger ist es nun, dass ein zweiter „Lockdown“ verhindert wird, weil der den wirtschaftlichen Aufschwung nachhaltig bremsen würde. Ich appelliere deshalb an Arbeitnehmer und Arbeitgeber in den Betrieben die Corona-Empfehlungen gewissenhaft umzusetzen und damit das Ansteckungsrisiko am Arbeitsplatz zu minimieren.“

Vonier als auch Witwer stimmen überein, dass die von der Landesregierung getroffenen COVID-Maßnahmen dem Ziel verpflichtet sind, Arbeitsplätze im Land zu sichern: „Wenn alle wichtigen Verantwortungsträger gemeinsam an einem Strang ziehen, wird es uns gelingen, als Region gestärkt aus der aktuellen Krise hervor zu gehen!“


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