ÖAAB Dornbirn, JVP Dornbirn und Wir Frauen Dornbirn informierten sich über gemeinnützigen Wohnbau und innovative Wohnformen für Fachkräfte
Wohnen ist eine der zentralen Fragen unserer Zeit – gerade in einer wachsenden Stadt wie Dornbirn und mit Blick auf einen starken Wirtschafts- und Arbeitsstandort. Deshalb luden der ÖAAB Dornbirn, die JVP Dornbirn und Wir Frauen Dornbirn zur gemeinsamen Radtour „Leistbare und innovative Wohnformen in Dornbirn“ ein.
„So macht Politik Spaß: rausgehen, anschauen, verstehen und mit den Menschen vor Ort ins Gespräch kommen“, so Karin Feurstein-Pichler, Obfrau des ÖAAB Dornbirn.
Erste Station war die VOGEWOSI in der Siegfried-Fußenegger-Straße. Prokuristin Carina Welzig-Steu gab spannende Einblicke in den gemeinnützigen Wohnbau in Vorarlberg. In 61 Gemeinden leben rund 50.000 Menschen in 18.000 Wohnungen zu leistbaren Bedingungen. Dabei wurde deutlich: Gemeinnütziger Wohnbau bedeutet weit mehr als das Errichten von Wohnungen. Es geht darum, lebendige Nachbarschaften zu schaffen, soziale Durchmischung zu ermöglichen und Wohnraum langfristig leistbar zu halten.
Besonders beeindruckend war auch die Führung durch die Wohnanlage mit Michael Kuhnke. Mit großer Begeisterung, viel Erfahrung und einem genauen Blick für Details zeigte er, wie wichtig Menschen sind, die sich mit Herzblut um Wohnanlagen und das gute Miteinander vor Ort kümmern. „Solche Menschen sind das Fundament funktionierender Nachbarschaften“, so Feurstein-Pichler.
Im Anschluss führte die Radtour weiter in die Zollgasse zum Dorohaus und Markthaus von PIZ living. Julia Hammerer und Thomas Gabriel stellten dort innovative Wohnprojekte für internationale Fachkräfte vor. Geplant sind 67 möblierte Apartments mitten in Dornbirn, zwischen Marktplatz und Bahnhof, mit Fertigstellung Ende 2026.
Die Idee dahinter: Wer in eine neue Stadt, in einen neuen Job und oft auch in ein neues Land kommt, soll vom ersten Tag an ein Zuhause finden können. Die Abwicklung erfolgt digital und unkompliziert, gleichzeitig bleibt der persönliche Kontakt zentral. Gemeinschaft ist möglich, aber nie Pflicht. Das durchdachte Konzept zeigte eindrucksvoll, wie Wohnen für internationale Fachkräfte funktionieren kann und welchen Beitrag innovative Wohnformen zur Fachkräftesicherung leisten können.
„Wohnen ist so individuell wie die Menschen selbst. Was eine Familie braucht, ist nicht automatisch das, was eine Ärztin aus dem Ausland oder ein junger Facharbeiter braucht. Gute Wohnpolitik muss genau diese unterschiedlichen Lebensrealitäten mitdenken und Rahmenbedingungen schaffen, die beides ermöglichen: leistbaren Wohnraum für Familien und innovative Lösungen für Fachkräfte“, betonte Karin Feurstein-Pichler.
Die Radtour bot viele spannende Eindrücke, gute Gespräche und machte deutlich: Eine zukunftsorientierte Wohnpolitik braucht leistbaren gemeinnützigen Wohnbau, flexible neue Konzepte und Menschen, die Verantwortung übernehmen.