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Marte: „Sechs Jahre Volksschule sind keine Antwort auf fehlende Grundkenntnisse“

Veröffentlichunsdatum
3 Juni, 2026
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Wer Bildung verbessern will, muss früher, gezielter und individueller fördern: Lesen, Schreiben und Rechnen müssen wieder klar im Mittelpunkt stehen

Klar gegen den Vorschlag einer sechsjährigen Volksschule von Bildungsminister Wiederkehr spricht sich die Bildungssprecherin und Klubobfrau der Vorarlberger Volkspartei, Veronika Marte, aus. „Eine pauschale Verlängerung der Volksschule löst kein einziges Bildungsproblem. Entscheidend ist nicht, wie lange ein Kind in einer Schulform bleibt, sondern ob es am Ende die Grundkenntnisse sicher beherrscht“, betont Marte.

Für die Vorarlberger Volkspartei müsse der Fokus viel stärker auf den zentralen Bildungsgrundlagen liegen: Lesen, Schreiben und Rechnen. „Wir dürfen nicht so tun, als wäre mit zwei zusätzlichen Jahren automatisch etwas gewonnen. Schon heute gibt es Kinder, die sechs Jahre in der Volksschule verbringen und trotzdem beim Lesen, Schreiben oder Rechnen nicht dort stehen, wo sie stehen müssten. Genau dort müssen wir ansetzen“, so Marte.

Statt neuer Strukturdebatten brauche es mehr Verbindlichkeit bei den Grundkompetenzen und eine gezielte, individuelle Förderung für jene Kinder, die Unterstützung brauchen. „Wenn ein Kind Schwierigkeiten beim Lesen hat, hilft ihm keine ideologische Debatte über Schulmodelle. Dann braucht es rasche Hilfe, klare Lernziele und Förderung, die dort ankommt, wo sie gebraucht wird“, stellt Marte klar.

Besonders wichtig sei, Bildungsdefizite nicht erst in der Volksschule sichtbar werden zu lassen. „Der beste Zeitpunkt für Förderung ist so früh wie möglich. Deshalb müssen wir bereits im Kindergarten genau hinschauen – bei Sprache, Entwicklung und sozialer Reife. Wer früh fördert, verhindert späteren Aufholbedarf“, betont die Bildungssprecherin.

Die Vorarlberger Volkspartei stehe für eine Bildungspolitik mit Hausverstand: starke Kindergärten, gute Volksschulen, klare Grundkompetenzen und gezielte Unterstützung statt pauschaler Systemumbauten. „Unser Ziel muss sein, dass jedes Kind die Volksschule mit sicheren Grundlagen verlässt. Lesen, Schreiben und Rechnen sind keine Nebensache, sie sind die Eintrittskarte in Bildung, Beruf und ein selbstbestimmtes Leben“, so Marte abschließend.

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