Marte: „Fairer Kompromiss zur Stärkung des ländlichen Raums“
Der ÖAAB Vorarlberg begrüßt die geplante Reform der Sonntagsöffnung für kleine regionale Lebensmittelnahversorger. Künftig sollen kleine Lebensmittelgeschäfte mit bis zu 400 Quadratmetern Verkaufsfläche in ausgewählten ländlichen Gemeinden bzw. Ortsteilen an Sonn- und Feiertagen unter klaren Voraussetzungen länger öffnen dürfen.
„Das ist ein fairer Kompromiss. Die Regelung stärkt die Nahversorgung im ländlichen Raum, hilft kleinen Dorfläden und schützt gleichzeitig die Beschäftigten im Handel“, betont ÖAAB Vorarlberg-Landesobfrau Veronika Marte.
Wichtig sei aus Sicht des ÖAAB, dass keine Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eingesetzt werden dürfen. Die Öffnung ist nur möglich, wenn die Inhaberin oder der Inhaber selbst im Geschäft steht oder ein Selbstbedienungsmodell genutzt wird.
„Der arbeitsfreie Sonntag bleibt für uns ein hohes Gut. Diese Reform ist daher keine allgemeine Sonntagsöffnung, sondern eine punktgenaue Lösung für kleine Nahversorger in ländlichen Regionen“, so Marte.
Gerade Dorfläden seien wichtige Treffpunkte, sichern kurze Wege und tragen wesentlich zur Lebensqualität in den Gemeinden bei. „Wer den ländlichen Raum stärken will, muss auch die Nahversorgung vor Ort absichern. Diese Reform schafft dafür praxistaugliche Rahmenbedingungen“, so Marte abschließend.