Erfreuliche Entwicklungen am Arbeitsmarkt

Erfreuliche Entwicklungen am Arbeitsmarkt

Dank einer deutlichen Erholung in einigen Branchen liegt die Arbeitslosenquote in Vorarlberg fast auf demselben Niveau wie noch vor der Krise.

„Jetzt heißt es sicherzustellen, dass wir durch diese Entspannung am Arbeitsmarkt auch jene Menschen in Beschäftigung bringen, die sich auch schon vor Corona am klassischen Arbeitsmarkt schwergetan haben“, so der Obmann des ÖAAB Vorarlberg und Arbeitsmarktsprecher der VP im Vorarlberger Landtag, Harald Witwer. „Dank der Corona-Kurzarbeit haben viele Betriebe ihre Angestellten trotz Lockdowns halten können. Durch die Erholung der Wirtschaft haben außerdem viele wieder eine Beschäftigung gefunden, die in sehr stark betroffenen Branchen gearbeitet und daher ihre Anstellung verloren hatten. Leider ist es aber auch so, dass die Krise die Situation der schon davor Arbeitssuchenden noch deutlich verschärft hat. Hier wird es nun noch deutlich größere Anstrengungen brauchen, die seitens des Arbeitsmarktservice erfreulicher Weise auch angekündigt wurden.“

Neue Herausforderung

Vorarlberg liegt mit 5,6 Prozent deutlich unter dem österreichweiten Schnitt von 8,1 Prozent. „In der Tourismusbranche verzeichnet das AMS in Vorarlberg einen Rückgang von 2.200 auf knapp über 700 Arbeitslose im Vergleich zum Vorjahr. Omikron stellt uns jedoch vor neue Herausforderungen, bei denen zudem noch vieles unklar ist. Darum ist es jetzt auch wichtig, den Unternehmern sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Branchen, die es erneut hart treffen könnte, Planungs- und Existenzsicherheit gewährleisten zu können“, betont Witwer „Dazu gehören finanzielle Unterstützungen, wir müssen aber auch darüber nachdenken, wie Betriebe mit einer hohen Anzahl an Mitarbeitenden in Isolation oder Quarantäne umgehen können.“

Wichtige Weichen gestellt

Trotz der aktuellen Lage sei es jedoch ebenso wichtig, die nächsten arbeitsmarktpolitischen Schritte zu setzen, die im Regierungsprogramm vorgesehen sind. „In Vorarlberg gibt es etwa halb so viel ausgeschriebene Stellen, wie Arbeitssuchende. Wir müssen daher Anreize und auch Ausbildungsmöglichkeiten schaffen, um hier Arbeitnehmer und Arbeitgeber zusammenzubringen“, so Witwer. „Dafür wurden im Budget 2022 und mit der ökosozialen Steuerreform viele richtige Weichen gestellt, die vom ÖAAB schon lange gefordert werden. So wollen wir sicherstellen, dass jene die arbeiten, auch wirklich mehr davon haben und nachhaltig entlastet werden.“

Der ÖAAB Landesobmann begrüßt daher auch das gestern vom Land und AMS angekündigte Maßnahmenprogramm für 2022, in dem insgesamt 59,6 Millionen Euro für die Stabilisierung des Arbeitsmarktes zur Verfügung gestellt werden. 24,4 Millionen sind für gemeinsam finanzierte Projekte bestimmt (17,6 Millionen AMS und 6,8 Millionen Land). Weitere 32,1 Millionen werden vom AMS für eigene Aktivitäten wie die Förderung der Beschäftigung, Qualifizierungsprojekte sowie gezielte Unterstützungsangebote eingesetzt. Vom Land Vorarlberg kommen zusätzliche 3,1 Millionen für verschiedene arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen hinzu. Rund 3.600 Personen werden von den gemeinsam finanzierten Projekten und Qualifizierungsmaßnahmen profitieren können.

Foto: Vorarlberger Volkspartei


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