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Erfolgreiche Gehaltsverhandlungen der GPA für Sozial- und Pflegeberufe

Erfolgreiche Gehaltsverhandlungen der GPA für Sozial- und Pflegeberufe

Bernhard Heinzle, Geschäftsführer GPA Vorarlberg und Landesobmann Stv. des Vorarlberger ÖAAB, ist erfreut über den Ausgang der vierten Verhandlungsrunde zum Kollektivvertrag im Vorarlberger Sozial- und Gesundheitswesen.

„Es waren vielleicht die schwierigsten Lohnverhandlungen, die ich in über 20 Jahren als Gewerkschafter erlebt habe. Es war äußerst emotional, aufregend und am Ende ein unglaublicher Erfolg unserer Gewerkschaft GPA Vorarlberg, unserer Betriebsrät*innen und Mitglieder“, freut sich Bernhard Heinzle darüber, dass es in der vierten Verhandlungsrunde nun zu einer Einigung gekommen ist. „Gerade jetzt ist es das Gebot der Stunde, den Menschen in Pflegeberufen auch auf diesem Wege Wertschätzung zu zeigen. Angesichts des drohenden Pflegenotstandes und auch des bereits akuten Personalmangels in Sozialberufen allgemein, müssen sich speziell bei diesen Berufsgruppen die Arbeitsbedingungen und die Entlohnung aber auch zukünftig noch deutlich weiter verbessern.“

3,1 Prozent Erhöhung

Heinzle sei froh, dass es seitens der Arbeitgebervertreter nun doch ein Einlenken gegeben habe. „Die Gehälter werden im Durchschnitt um 3,1 Prozent steigen. Heimhelfer*innen werden um eine Gehaltsgruppe höher eingestuft. Außerdem bekommen alle Mitarbeiter*innen Einmalzahlungen in Höhe von 200 bzw. 300 Euro.“ Neben den finanziellen Fragen waren seitens der Gewerkschaft insbesondere auch Themen wichtig, die den unmittelbaren Arbeitsalltag und die Arbeitsbedingungen betreffen oder zusätzliches Engagement honorieren. „Neu ist hier etwa eine Zulage von 25 Euro, wenn jemand kurzfristig für einen Dienst einspringt“, erklärt Heinzle.

Verkürzung der Arbeitszeiten ab 2023

„Ein besonders wichtiger und richtungsweisender Schritt ist uns mit der Verkürzung der Wochenarbeitszeit um eine Stunde auf 39 Stunden pro Woche gelungen“, betont der stellvertretende Obmann des ÖAAB Vorarlberg. „Diese Arbeitszeitverkürzung im Kollektivvertrag bringt direkt spürbare Entlastung und gilt schon ab dem 1.1.2023. Wir freuen uns, dass wir trotz der zähen und ungemein schwierigen Verhandlungen heuer am Ende zu diesem hervorragenden Ergebnis gekommen sind. Auf diesem Wege können wir Pflege- und Sozialberufe weiter aufwerten und bestimmt auch wieder mehr junge Menschen für eine Berufswahl in diesen für uns alle so wichtigen Bereichen begeistern“, ist Bernhard Heinzle überzeugt.


Die Ergebnisse der Kollektivvertragsverhandlungen der Sozial- und Pflegeberufe im Detail:

Ab 1. 2. 2022:

  • Gehaltserhöhung von 2,85% plus € 7,50 (dies sind im Durchschnitt 3,1%)
  • Einmalzahlung in der Höhe von € 300,- für Mitarbeiter*innen über 75% Beschäftigungsausmaß und € 200,- unter 75% (für alle die vor dem 1.11.2021 im Arbeitsverhältnis sind)
  • Erhöhung der Zulagen und Ist-Gehälter um 3,1 %
  • Die Heimhelfer*innen werden von der Gehaltsgruppe 2 auf 3 aufgestuft
  • Zulage für kurzfristiges Einspringen € 25,- pro Dienst
  • Wochenendzulage schon ab Samstag um 13.00 Uhr

KV 2023

  • Arbeitszeitverkürzung im Kollektivvertrag von 40 auf 39 Stunden (gilt schon ab 1.1.2023).

Foto: Vorarlberger Volkspartei


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