Der in der letzten Woche vorgestellte „Chancenbonus“ des Bildungsministeriums, der rund 800 zusätzliche Planstellen an Schulen mit herausfordernden Rahmenbedingungen vorsieht, wird von den ÖAAB-Lehrern aus Vorarlberg ausdrücklich begrüßt. Denn: Genau diese Maßnahme setzt das Land Vorarlberg seit Jahren erfolgreich – und auf eigene Kosten – um.
ÖAAB-Lehrer-Obfrau Barbara Röser sieht darin einen wichtigen Schritt:
„Es ist erfreulich, dass Minister Wiederkehr den Sinn dieser Maßnahme erkannt hat und sie nun bundesweit ausrollen möchte. Vorarlberg zeigt seit Jahren, wie wertvoll gezielte Unterstützung für Schulen mit besonderen Herausforderungen ist.“
Vorarlberg als Vorreiter – Bund muss Fairness herstellen
Röser betont gleichzeitig, dass ein bundesweites Ausrollen nur dann funktioniert, wenn die Maßnahme in bestehende Strukturen integriert wird und die Rahmenbedingungen fair gestaltet werden:
„Es ist erfreulich, dass Bildungsminister Wiederkehr Vorarlberg als Vorbild sieht und die Ideen bundesweit übernehmen will. Bundesländer wie Vorarlberg, die solche Schritte bereits gesetzt haben und diese aus eigenen Mitteln finanzieren, dürfen aber am Ende nicht schlechter dastehen. Wir brauchen hier eine faire bundesweite Lösung – bei der Finanzierung und bei der organisatorischen Einbindung.“
Gemeinsame Verantwortung für echte Chancen
„Wir stehen voll hinter dem Ziel, Kindern aus benachteiligten Lebenslagen bessere Chancen zu geben“, betont Röser. „Aber das gelingt nur, wenn wir auch jene konsequent unterstützen, die diese Aufgabe täglich schultern. Vorarlberg hat gezeigt, dass es funktioniert – jetzt muss der Bund die richtigen Voraussetzungen schaffen, und zwar ohne zusätzlichen Bürokratieaufwand. Die Schulen wissen selbst am besten, wie sie das zusätzliche Personal einsetzen können.“
